Thomas Lehnerer
(1955–1995)

 

 

 

homo pauper

Dauer der Ausstellung 12. März bis 4. April 2020

> virtueller Blick in die Ausstellung

 

Thomas Lehnerer, „ill“, 1993, Gouache, Kaffee und Tusche auf Papier, 29,5 x 20,5 cm

„ill“, 1993, Gouache, Kaffee und Tusche auf Papier, 29,5 x 20,5 cm

 

 

Thomas Lehnerer, AusstellungsansichtThomas Lehnerer, AusstellungsansichtThomas Lehnerer, AusstellungsansichtThomas Lehnerer, AusstellungsansichtThomas Lehnerer, AusstellungsansichtThomas Lehnerer, AusstellungsansichtThomas Lehnerer, AusstellungsansichtThomas Lehnerer, AusstellungsansichtThomas Lehnerer, AusstellungsansichtThomas Lehnerer, AusstellungsansichtThomas Lehnerer, Ausstellungsansicht

Fotografie: Johann Hinrichs

 

»Meiner Kunsttheorie nach liegt das Gelingen von Kunstwerken nicht in der Hand dessen, der sie macht. Das ist in der Tat eine konträre Position zum Künstlerideal der Renaissance und des Homo faber, des Technikers. Dass in oder unter meinen Händen etwas Lebendiges entsteht, dass etwas ästhetisch gelingt, entspringt einem Zusammenspiel verschiedener Kräfte: meines Willens, meines Bewusstseins, meiner Hände und anderer Faktoren. Dieses Zusammenspiel ist seinem Grund nach frei. Frei bedeutet: auch nicht von Gott oder irgendwelchen magischen Kräften abhängig. Das Gelingen eines Kunstwerks ist eine Sache absoluter Freiheit.
Der Künstler steht diesem Gelingen, das er ja erreichen will, als Homo pauper, als armer Mensch, gegenüber. Er hat es nicht in seiner Hand. Und er freut sich kindisch darüber, wenn das Wunder des freien Zusammenspiels gelingt, und ist tief erschlagen und traurig, wenn es nicht gelingt. Insofern ist der Künstler der Homo pauper schlechthin.«

Aus dem Gespräch zwischen Thomas Lehnerer und Johannes Stückelberger, geführt 1993 anlässlich der Ausstellung Thomas Lehnerer. Homo pauper im Museum für Gegenwartskunst in Basel. Wiederabgedruckt findet sich das vollständige Interview in: Thomas Lehnerer. Homo pauper – der arme Mensch, herausgegeben von Margrit Brehm, Karlsruhe 2019, S. 29–30 (erschienen in deutscher und englischer Sprache).

Anlässlich der Ausstellung wird diese Publikation in der Galerie vorgestellt.

 

 

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